Versicherungsbedingungen

Versicherungsbedingungen

Die Versicherungsbedingungen umfassen

I. die Versicherungsvoraussetzungen der Zusatzversicherung für privates Carsharing, sowie
II. die Allgemeinen Bedingungen für die Kfz-Versicherung der R+V Allgemeine Versicherung AG (AKB R+V).


I. Versicherungsvoraussetzungen der Zusatzversicherung für privates Carsharing

1. Rechtsvereinbarung
Es gelten das Recht der Bundesrepublik Deutschland sowie - sofern nachfolgend nichts Abweichendes vereinbart ist - die Allgemeinen Bedingungen für die Kfz-Versicherung der R+V Allgemeine Versicherung AG (AKB R+V).

2. Versicherte Fahrzeuge
Versichert sind alle Personenkraftwagen, die zum Zwecke der privaten Vermietung/Verleihung (nachfolgend "Vermietung") in das Portal Nachbarschaftsauto eingestellt und auf den Vermieter/Verleiher (nachfolgend "Verleiher") als Eigentümer des Fahrzeugs in Deutschland zugelassen sind bzw. für die eine Vollmacht zur Nutzung des in Deutschland zugelassenen Fahrzeugs von Verwandten ersten Grades (Beziehung Eltern - Tochter, Sohn) besteht und folgende Kriterien erfüllen:

- Tachostand von nicht mehr als 250.000 km,
- Neuwert von nicht mehr als 75.000,- EUR,
- Motorleistung von nicht mehr als 200 kW,
- kein Leasingfahrzeug
- Fahrzeugalter von maximal 20 Jahren

3. Versicherte Personen
Versichert sind

a) Verleiher (nachfolgend „PKW-Anbieter“), die
- ihren ständigen Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland haben;
- im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis sind, die von einem Mitgliedstaat der EU oder von Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz ausgestellt worden ist. Eine von einem Nicht-EU-Staat ausgestellte Fahrerlaubnis muss nach den Vorschriften der Fahrerlaubnisverordnung ohne weitere theoretische oder praktische Fahrprüfung umgeschrieben werden können oder nach Erfüllung der Auflagen umgeschrieben sein.

b) Leiher (nachfolgend „PKW-Nutzer“), die
- ihren ständigen Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland haben;
- seit mindestens 3 Jahren im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis sind, die von einem Mitgliedstaat der EU oder von Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz ausgestellt worden ist. Eine von einem Nicht-EU-Staat ausgestellte Fahrerlaubnis muss nach den Vorschriften der Fahrerlaubnisverordnung ohne weitere theoretische oder praktische Fahrprüfung umgeschrieben werden können oder nach Erfüllung der Auflagen umgeschrieben sein;
- das 23. Lebensjahr, aber noch nicht das 71. Lebensjahr vollendet haben.

4. Versicherungsumfang
Für alle unter Ziffer 2 versicherten Fahrzeuge gilt folgender Versicherungsumfang der KfzPolice-Basis mit Werkstattservice.

4.1 Kfz-Haftpflichtversicherung
- 100 Mio. EUR pauschal - bei Personenschäden maximal 12 Mio. EUR je geschädigte Person

4.2 Kaskoversicherung
- eine Vollkasko mit 500 EUR Selbstbeteiligung
inklusive Teilkasko mit 500 EUR Selbstbeteiligung (im Schadenfall vom Leiher zu zahlen)
für Fahrzeuge mit einem Alter bis einschließlich 15 Jahren ab dem Tag der Erstzulassung an gerechnet
         und
- eine Vollkasko mit 1.000 EUR Selbstbeteiligung
inklusive Teilkasko mit 1.000 EUR Selbstbeteiligung (im Schadenfall vom Leiher zu zahlen)
für Fahrzeuge mit einem Alter größer 15 Jahren ab dem Tag der Erstzulassung an gerechnet.

4.3 Ausschlüsse
Die in den AKB R+V geregelten Ausschlüsse in der Kfz-Haftpflicht- und Kaskoversicherung gelten entsprechend (siehe Abschnitte A.1 und A.2 AKB R+V).
Darüber hinaus besteht kein Versicherungsschutz für Schäden, die
- durch den Vermieter oder
- durch einen Familien- oder Haushaltsangehörigen des Vermieters
als Mieter bzw. Fahrer des versicherten Fahrzeugs entstehen.

5. Tarife
Der für die Übernahme des Versicherungsrisikos erhobene Beitrag setzt sich zusammen aus a) der Dauer der Vermietung und b) der Motorleistung des verliehenen Fahrzeugs. Der Preis wird automatisch durch das Buchungssystem berechnet und liegt für Kurzzeitleihe bis zu 4 Stunden bei 4,90 Euro und für längere Zeiträume je nach Dauer und Fahrzeug zwischen ca. 5,75 Euro und 12,30 pro angefangene 24 Stunden.

6. Pflichten des PKW-Anbieters
Der PKW-Anbieter ist verpflichtet,
- seine personen- und fahrzeugbezogenen Daten korrekt und vollständig auf der Website einzutragen;
- für das im Portal Nachbarschaftsauto angebotene Fahrzeug eine Kfz-Haftpflichtversicherung abzuschließen und aufrechtzuerhalten;
- dem PKW-Nutzer das Fahrzeug in einem verkehrssichereren und funktionstüchtigen Zustand –insbesondere mit ausreichend gültiger Hauptuntersuchungs-Plakette – zu überlassen;
- Mängel am Fahrzeug jeweils zu Beginn und zum Ende der Verleihung in einem Überlassungsprotokoll zu vermerken;
- das Fahrzeug nur für höchstens 60 Tage im Jahr zu vermieten;
- nicht mehr als zwei Fahrzeuge zeitgleich im Portal Nachbarschaftsauto anzubieten;
- im Überlassungsprotokoll folgende Daten einzutragen: Name, Vorname, Adresse, Geburtsdatum, Personalausweisnummer, Tag und Zeit von Fahrtbeginn, Tag und Zeit von Fahrtende, Kilometerstand bei Fahrtbeginn und Fahrtende sowie die (Mobil-) Telefonnummer
- das Überlassungsprotokoll eigenhändig zu unterzeichnen.
- das Übergabeprotokoll mindestens zwei Jahre aufzubewahren

7. Pflichten des PKW-Nutzers
Der PKW-Nutzer ist verpflichtet,
- seine personenbezogenen Daten korrekt und vollständig auf der Website einzutragen;
- das Fahrzeug keinem Dritten zum Gebrauch insbesondere als Fahrer zu überlassen;
- im Überlassungsprotokoll folgende Daten einzutragen: Name, Vorname, Adresse, Geburtsdatum, Personalausweisnummer, Tag und Zeit von Fahrtbeginn, Tag und Zeit von Fahrtende, Kilometerstand bei Fahrtbeginn und Fahrtende sowie die (Mobil-) Telefonnummer und das Überlassungsprotokoll zu unterzeichnen.

8. Pflichten des PKW-Anbieters und PKW-Nutzers im Schadenfall
Nach Eintritt eines Schadenfalls ist der R+V
- der Schaden unverzüglich nach Buchungsende per Telefon unter 01802 336789 anzuzeigen;
- ist der Vermieter verpflichtet, der R+V Auskunft über seine Führerscheindaten (Einreichung Kopie der aktuellen Fahrerlaubnis) zu erteilen;
- ist der Vermieter verpflichtet, der R+V die Fahrzeugidentifikationsnummer sowie die Hersteller- und Typschlüsselnummer des durch diesen Vertrag versicherten Fahrzeuges mitzuteilen;
- ist der Vermieter verpflichtet, der R+V den Erstversicherer einschließlich Versicherungsscheinnummer und Versicherungsumfang (Haftpflicht, Vollkasko incl. Selbstbeteiligung, Teilkasko incl. Selbstbeteiligung, Schutzbrief) zu nennen;
- der R+V zu gestatten, vor Beginn der Instandsetzungsarbeiten am ver- bzw. gemieteten Fahrzeug Untersuchungen über Ursache und Höhe des Schadens und den Umfang ihrer Leistungspflicht vorzunehmen und – soweit zumutbar – ihren Weisungen Folge zu leisten; die Kosten dafür trägt die R+V;
- auf Anforderung das unterzeichnete Überlassungsprotokoll auszuhändigen.

Auf die Pflichten gemäß E.1.2 bis E.1.4, E.2.1 bis E.2.5 und E.3 AKB R+V und insbesondere auf die Pflicht nach E.3.5 AKB R+V wird ausdrücklich hingewiesen.

9. Pflichtverletzungen des PKW- Anbieters oder PKW-Nutzers
Wird vorsätzlich eine der in 5., 6. oder 7. geregelten Pflichten verletzt, besteht kein Versicherungsschutz. Wird die Pflicht grob fahrlässig verletzt, ist die R+V berechtigt, ihre Leistung in einem der Schwere des Verschuldens entsprechenden Verhältnis zu kürzen. Wird nach gewiesen, dass die Pflicht nicht grob fahrlässig verletzt wurde, bleibt der Versicherungsschutz bestehen.
Abweichend davon ist die R+V zur Leistung verpflichtet, soweit die Pflichtverletzung weder für den Eintritt des Versicherungsfalls noch für den Umfang ihrer Leistungspflicht ursächlich ist.
Dies gilt nicht, wenn die Pflicht arglistig verletzt wird.

10. Beginn des Versicherungsschutzes
Für die durch diesen Vertrag versicherten Fahrzeuge beginnt der Versicherungsschutz mit Übergang der Sachgefahr auf den PKW-Nutzer.

11. Ende des Versicherungsschutzes
Der Versicherungsschutz für das einzelne Fahrzeug endet
- bei Ablauf der vereinbarten Überlassungszeit, spätestens jedoch mit der Rückgabe des Fahrzeugs an den PKW-Anbieter;
- sobald im Fall der Kurzzeitleihe bis zu 3 Stunden die Fahrleistung von 150 Kilometern überschritten ist;
- sobald bei Leihdauer von mehr als 3 Stunden die Fahrleistung von 500 Kilometern pro Tag im Durchschnitt über die Anzahl der versicherten Tage überschritten ist.

12. Bevorzugte Inanspruchnahme
R+V tritt im Rahmen der Kfz-Haftpflicht- und Kaskoversicherung aus diesem Vertrag vorrangig für die entstandenen Schäden ein. Tritt der Versicherer, bei dem der PKW-Anbieter für das Fahrzeug die Kfz-Haftpflichtversicherung abgeschlossen hat (Erstversicherer), aufgrund einer direkten Inanspruchnahme durch den Geschädigten in Vorleistung, wird R+V auf Antrag des PKW-Anbieters dem Erstversicherer die geleisteten Entschädigungszahlungen insoweit erstatten wie R+V im Rahmen pflichtgemäßen Ermessens auf Grundlage der AKB-R+V dem Geschädigten zur Leistung verpflichtet gewesen wäre.
Bei Bestehen mehrerer Verträge (Mehrfachversicherung) dürfen die gesamten Entschädigungsleistungen den jeweils eingetretenen Schaden nicht übersteigen.


II. Allgemeinen Bedingungen für die Kfz-Versicherung der R+V Allgemeine Versicherung AG (AKB R+V)

Die Allgemeinen Bedingungen für die Kfz-Versicherung der R+V Allgemeine Versicherung AG (AKB R+V) finden Sie hier.

Stand 01.08.2013


Siehe auch unsere Informationen zu optionalen weiteren Zusatzversicherungen

- Optionale Einschluss eines Zusatzfahrers in die Zusatzversicherung.
- Optionaler Einschluss eines zusätzlichen Pannen-Schutzbriefs.